Dieses Stück ist für diejenigen, die eine Cannabis-Pflanze in einem den Niederlanden ähnlichen Klima züchten wollen. Die Cannabis-Pflanze stammt ursprünglich aus Ländern rund um den Äquator, zum Beispiel: Indien, Nepal, Afghanistan, Mexiko, usw. In diesen Ländern ist das Klima wärmer und die Sonne scheint mehr als in kälteren Klimazonen. Dennoch gibt es bestimmte Sorten von Cannabis die in kälteren Klimazonen auch draußen wachsen und blühen können. Nachfolgend erläutern wir Ihnen, worauf Sie bei der Züchtung draußen achten sollten.

Blütephase
Der Zyklus der Cannabis-Pflanze kann in zwei Phasen, das Wachstum und die Blüte geteilt werden. In der Wachstumsphase benötigt die Cannabis-Pflanze viel Licht. Wenn das Licht weniger wird, geht die Pflanze in die Blütephase über. Für die Züchtung draußen bedeutet dies, dass, wenn die Tage kürzer werden, die Pflanze in die Blüte-phase eingeht. In kälteren Klimazonen, werden die Tage ab dem 21. Juni kürzer, aber erst im August, gibt es weniger als 15 Stunden Sonne pro Tag. Also ab August wird die Pflanze in die Blütephase eingehen.

Die Dauer der Blütephase von einer Cannabispflanze variiert je nach Sorte. Die Dauer der Blütezeit variiert von 6 Wochen bis 14 Wochen. Weil das Wetter in kälteren Klimazonen im September und Oktober nicht immer sehr günstig für die Cannabis-Pflanze ist, ist eine Pflanze mit einer kurzen Blütezeit am besten geeignet für Züchtung draußen in kälteren Klimazonen.

Nun gibt es 3 Möglichkeiten um in kälteren Klimazonen damit um zu gehen:

  1. Sie wählen eine Pflanze mit einer kurzen Blütezeit, vorzugsweise 8 Wochen oder weniger. Ihre Pflanze ist dann irgendwann im Oktober erntereif. Mit dieser Wahl sind Sie wohl vom Wetter abhängig, aber in der Regel ist es okay. 
    Beispiele für Cannabissorten, die in kälteren Klimazonen draußen gezüchtet werden: Hollands Hope, The Church, Skunk, Northern Lights und Early California.
  2. Sie wählen eine Autoflower-Sorte. Eine Autoflower-Sorte ist eine Kreuzung zwischen zwei Cannabissorten. Durch die Kreuzung wurde die Pflanze eine Autoflower-Pflanze (selbstblüher), was bedeutet, dass die Pflanze unabhängig von der Anzahl der Sonnenstunden blüht. Autoflower-Sorten blühen in der Regel drei Wochen nach dem Pflanzen der Samen. Dies bedeutet wohl, dass die Wachstumsphase sehr kurz ist und die Pflanze klein bleibt. Autoflower-Pflanzen eignen sich hervorragend für Anfänger.
  3. Sie verdunkeln die Pflanze. Mit dieser Technik können Sie fast alle Sorten in kälteren Klimazonen züchten. Mit dem Verdunkeln sorgen Sie dafür, dass die Pflanze früher als im August zu blühen anfängt. Sie verdunkeln die Pflanze zum Beispiel mit Müllsäcken. Sie können dadurch dann Anfang Juli die Zahl der Sonnenstunden auf 12 Stunden pro Tag reduzieren. Die Pflanze fängt dann früher an zu blühen. So können Sie auch Pflanzen mit einer Blütezeit von 10 oder 12 Wochen in kälteren Klimazonen züchten.